existentielle Psychotherapie
Existentielle Psychotherapie (nach Irvin Yalom) betont, dass in vielen Psychotherapien existentielle Themen zur Sprache kommen. Damit gibt es hierbei einige Schnittstellen zur Philosophie. Yalom definiert vier Hauptbereiche:
Sinn:
Menschen stellen sich schon lange die Frage, was ein gelungenes und sinnhaftes Leben ausmacht. Der Existentialismus legt Wert darauf, dass die Antwort auf diese Frage nur von jedem Menschen selbst gefunden werden kann. Mögliche Sinnquellen sind zum Beispiel das Sammeln von Resonanzerfahrungen, Altruismus, Selbstverwirklichung oder Kreativität.
Individualität:
Hierbei geht es darum, dass sich ein gewisses Gefühl der Isolation und Getrenntheit von anderen nie ganz auflösen lässt,
Endlichkeit:
Die Frage des Umgangs mit der Endlichkeit des eigenen Lebens wird dabei behandelt.
Freiheit:
Entscheidungen treffen zu können, geht mit einem Gefühl der Freiheit einher. Gleichzeitig können Entscheidungen Stresssituationen darstellen, da sie mit einem Unsicherheitsgefühl in Bezug auf den eigenen Willen einhergehen können. Weiterhin ist es wichtig anzuerkennen, dass man sich bei jeder Entscheidung nicht nur für, sondern auch gegen etwas entscheidet.